
21.01.2012 ab 19:30 Uhr in der Parkklause
Kostümfeste haben eine lange Tradition bei der Prinzengarde: bereits
in den Gründungsjahren fand das Erste dieser Art in den Räumen der Gesellschaft Casino statt.
Auch in den späteren Jahren fanden regelmäßig solch gesellige Abend unter verschiedenen
Titeln - ob Kostümfete oder Maskenball - statt und lockten immer zahlreiche Besucher zur Prinzengarde.
Erst in den letzten Jahren schlief diese schöne Tradition - sicherlich des ungewollt häufigen
Wechsels der Lokalitäten wegen - schlussendlich ein. In unserem Jubiläumsjahr möchte die
Prinzengarde diese alte Tradition wieder aufleben lassen und dabei auffrischen: unter dem
Titel "Mummenschabz in rot & grau" findet endlich erstmals wieder ein Kostümfest der Garde statt.
Mummenschanz ist ursprünglich die Bezeichnung eines Glücksspiels mit Würfeln, welche als
Bestandteil von Maskenumzügen auch im Karneval eine Rolle spielte, und seither die Bedeutung
Maskerade bzw. Maskenspiel hat.
"Schanz" ist entlehnt aus dem altfranzösischen "chance", und bedeutet hier soviel wie "Zufall"
bzw. "glücklicher Fall (der Würfel)". Auch heute sagt man z.B. noch "jemanden etwas zuschanzen".
Die Herkunft von "Mum(men)" ist dagegen nicht sicher. Es wird u.a. zurückgeführt auf das Wort "mumme",
das soviel bedeutet wie Maske, verkleidete Gestalt. Was es heißt, sich zu "vermummen", weiß wohl
heute ebenfalls noch jeder. In dieser Bedeutung ist es ebenfalls dem Altfranzösisch entlehnt:
momer (belegt seit 1263) bedeutet "sich verkleiden".
Der Mummenschanz im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert in Redewendungen sowie im
Zusammenhang mit christlichen Bräuchen zur Fastenzeiten (in Verkleidung in fremden Haushalten
Würfelspiele feilzubieten) belegt. In der weiteren Entwicklung ging der Bezug zu Würfelspiel aber
weitgehend verloren, so dass das Wort nur noch in der Bedeutung "Maskerade, Maskenspiel" geläufig geblieben ist.