|
GardeChronik
Von der Sternkompanie zur
Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach e. V.
Der "Goldene Stern" an der Hindenburgstraße in Mönchengladbach war nicht
nur die Geburtsstätte des Bürgerausschusses "Wer don't all möt", der in
den Jahren 1933/34 das Karnevalsgeschehen in unserer Stadt neu belebte,
sondern auch das Verkehrslokal der Schützengilde Stadtmitte, der
Sternkompanie. Für die Karnevalszeit 1933/34 plante der Bürgerausschuß
die Bildung einer Prinzengarde.
C.Th. Sieben,
Mitglied in diesem Ausschuß war zu dieser Zeit Vorsitzender der
Sternkompanie. Er versprach den Ausschußmitgliedern, die jüngeren
Mitglieder der Schützengilde für die neue Prinzengarde zu begeistern.
Das Vorhaben fand bei den Angesprochenen sofort großen Anklang, zumal
gleich mit Entwürfen für die neue Uniform aufgewartet werden konnte.
Nachdem der Bürgerausschuß der Sternkompanie das Privileg zustand, auf
Jahre hinaus für Groß-Gladbach die Prinzengarde zu stellen, erklärten
sich 22 junge Männer bereit, den Vorschlag zur Bildung einer
Prinzengarde in die Tat umzusetzen.
Zum ersten
Stiftungsfest der Sternkompanie am 10 November 1934 stand die
Prinzengarde bereit für die zukünftige Prinzenbegleitung. Der "Stern"
der Sternkompanie ist auch heute noch das Grundelement des "Garde -
Sterns" - die gewählten Uniformfarben gaben der Garde den vollen Namen:
"Prinzengarde der Stadt M.Gladbach in Rot und Grau".
Als 1938 aus dem
Bürgerausschuß (Karenvalssausschuß) die "Große Gladbacher
Karnevalsgesellschaft" wurde, bildete die Prinzengarde eine der
drei Säulen dieser Gemeinschaft. Die Garde ist dann 1980 aus dem Verbund
der GGK ausgeschieden und selbständiges Mitglied im Mönchengladbach
Karnevals-Verband (MKV) geworden.
Das aktive
Mitgestalten am Mönchengladbacher Karneval erstreckte sich nicht nur auf die
Prinzenbegleitung und die Beteiligung am Veilchendienstagszug mit
Prunkwagen und großem Reiterkorps. Es bestand auch nicht nur in der
Gestellung vieler hochkarätiger Prinzen und Funktionäre im Städtischen
Karneval, sondern die Prinzengarde hat durch ihr Erscheinungsbild
(neuerdings mit großem Garde-Musikkorps) und durch Veranstaltungen
besonderer Art dem Karneval manch glanzvolles Licht aufgesteckt und ihr
soziales Engagement oft genug unter Beweis gestellt.
Auszug aus der Festschrift
50 Jahre Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach
von Werner G. Klein


|