|
Einer von uns

ist eine Initiative der Jugendabteilung des
Sportver-eins SC Victoria Mennrath. Einer von uns hat sich zum Ziel
gesetzt Vereinsmitglieder des SC Victoria Mennrath die in eine
„Notsituation“ geraten sind mit Beistand, unkonventionellen
Hilfestellungen, Publikationen, Sachspenden und finanziellen
Unterstützungen, die entstandene Situation erträglicher zu machen und
das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.
Kontakt:
Jürgen Stracks , Lindenstr. 135, 41844
Wegberg, 02434 – 928723
stracks@sl-fertigungstechnik.de
Stadtsparkasse Mönchengladbach
Bankleitzahl: 31050000
Kontonummer : 3189016
Kennwort : Aktion Einer von uns

von Uwe Heil
Einer von uns ist Alexander Lutter. Er
spielt seit 3 Jahren in der Mennrath Fußball und wurde am
01.01.2007 16 Jahre alt. Erkrankt ist er an
einer unbekannten Viruserkrankung, die eine Gehirnentzündung ausgelöst
hat. Nachdem man ihm im Elisabethkrankenhaus in Rheydt nicht helfen
konnte, kam er für acht Wochen in die Düsseldorfer Uniklinik. Seit Mitte
Februar 2006 wird er in einer Rehabilitationseinrichtung in Brandenburg
behandelt.
Nach monatelangem Wachkoma ist nun eine
langwierige und kostenintensive Rehamaßnahme angesagt.
Alle Infos zum Krankheitsverlauf von Alex
finden sie auf der Internetseite seines Trainers:
www.juergen-stracks.de
Hier finden sie auch ein Tagebuch, welches
die Geschichte von Alex und seiner Krankheit chronologisch auflistet und
versucht Erklärungen zu geben.
Die Mönchengladbacher Karnevalskünstler
wurden erstmals Anfang Dezember 2006 auf diese Seite aufmerksam. Schon
da reifte bei KiK-MG der Gedanke, den Erlös des nächsten
KiK-Vorstellabends Alexander Lutter zukommen zu lassen.
Beim Lesen des oben erwähnten Tagebuches
fanden wir am 07. Dezember einen Eintrag von Frithjof Lutter, dem Vater
von Alexander, den wir an dieser Stelle wörtlich zitieren möchten:
Ansonsten bleibt
es dabei, dass die Versicherung im Moment eine weitere Zahlung für Alex
Aufenthalt prüft. Wie es ausgehen wird wissen wir nicht, aber dies ist
der Moment den wir alle gefürchtet haben. Alex ist noch krank, zeigt
aber Anzeichen der Besserung und eine Versicherung will nicht mehr
zahlen.
Aber die bittere
Wahrheit ist wohl, dass Krankheit heutzutage ein Geschäft ist und wer zu
teuer wird, den lässt man fallen, obwohl noch alle Chancen auf Besserung
vorhanden sind.
Was kann man nur
tun???
Spätestens an dieser Stelle war uns klar:
hier gibt es nur eine Möglichkeit der Hilfe: Hier muss die
Öffentlichkeit helfen !
Keine Versicherung in Deutschland wird es
wagen, gegen öffentlichen Druck zu entscheiden.
Der beste Schutz gegen die bei deutschen
Versicherern immer beliebter werdende Methode des Aussteuerns ist und
bleibt der Druck der Öffentlichkeit.
Wie kam es nun zu dem Lied für Alex ?
Am 12. Dezember veröffentlicht Renate Lutter,
der Mutter von Alex folgende Textpassage im Tagebuch:
Irgendwann las
sie Alex aus der RP vor, die sie jetzt als Service der Rheinischen Post
kostenlos nach Brandenburg geschickt bekommt. Sie liest von Borussia`s
nicht gerade hervorragenden Leistungen vor – und – Alex grinst. „Das ist
nicht zum Grinsen, die waren grottenschlecht. Wisch dir mal lieber den
Mund ab, du severst“, worauf Alex sein Tuch nahm, den Mund abwischte um
noch mehr zu schmunzeln.
Renate
beobachtet ihn sehr genau und sieht, dass Alex Augen dabei leuchten und
nun weiß sie es:
Alexander
lächelt !!!
Und im weiteren
Verlauf dieses Eintrages folgende Worte:
Nun vermisst
Renate Familie und Freunde, die Alex zum Lachen bringen könnten indem
sie ein paar „Episödchen“ aus Alex jungem Leben erzählen um ihm ein
Lächeln zu entlocken.
Erinnert ihr
euch an die „guten“ Tage in Düsseldorf wo Jürgen Alex zum Lachen
brachte, als er von den kleinen Abenteuern des Spanienurlaubs erzählte?
Oder auch Hubert, der mit Alex „geblödelt“ hat und er gelacht hat?
So wie Alex im
Moment drauf ist, ist er sicher sehr empfänglich für die Reize, die das
Abenteuer „Weihnachten zu Hause“ ihm geben sollen. Dies ist ja der
ausschlaggebende Grund für die ganze Aktion. Aus Beobachtungen anderer
Patienten, die zu Hause waren, stellen die Ärzte oft eine Verbesserung
der Entwicklung fest. Das erhofft man sich bei Alex auch.
Diese Worte veranlassten Uwe Heil, den 1.
Vorsitzenden der KiK-MG e.V. mit dem Betreiber der Internetseite Kontakt
aufzunehmen.
Innerhalb weniger Tage reift folgender
Entschluss.
Auf Grund seines Gesundheitszustandes kann
Alex nicht immer alles mitbekommen was ihm zu zugetragen wird. Außerdem
ist sein momentaner körperlicher Zustand nicht dazu angetan viel Besuch
zu empfangen.
Also muß etwas geschaffen werden, was Alex
anspricht, ihm aber gleichzeitig nur dann ins Bewusstsein gebracht wird,
wenn sein Gesundheitszustand dies erlaubt. Die Idee für „EIN LIED FÜR
ALEX“ war geboren. Jetzt tauchte aber folgendes Problem auf: Wie kann
mein ein Lied über das Leben von jemanden schreiben, den man gar nicht
kennt. Wie erfährt man all die kleinen „Anekdötchen“ die ein solches
Lied für Alex greifbar machen. Wo sind die Freunde deren Stimmen Alex
wieder erkennen könnte.
Auf Einladung des Trainers der heutigen
B-Jugend von Victoria Mennrath weilte Uwe Heil dann am 16. Dezember bei
der Hallenstadtmeisterschaft in Giesenkirchen.
Hier reifte auch die Idee, welche Stimmen
für eine eventuelle CD Aufnahme in Frage kämen.
Genau, die komplette Mannschaft eben.
Am selben Abend stellte Jürgen Stracks dann
einen telefonischen Kontakt zwischen mir und der Patentante von
Alexander, Monika Becke her. Schnell war klar, Frau Becke wird mir
versuchen Informationen über das junge Leben von Alex zu liefern.
Schon am nächsten Abend (Sonntag, 17.12.06)
telefonierte mir Frau Becke genau die
„Anekdötchen“ durch, die Renate in ihren
Ausführungen meinte.
Auf der Grundlage von 5 DIN A4 Seiten
handschriftlichen Aufzeichnungen entstand noch am selben Abend der
Titel: „Alex hör, komm zurück zu uns“
Es folgten Stunden der Organisation. Das
Lied muß fertig sein bis Weihnachten. Es soll ein Weihnachts-geschenk
für Alex und seine Eltern sein. Wer kann wann einsingen.
So trafen sich am Dienstag den 19. Dezember
2006 im Mönchengladbacher KiK-Studio die komplette B-Jugend unterstützt
durch Freunde von Alexander.
Aber nicht genug, auch die Schwester von
Alex, sein Opa, seine Patentante und weitere Freunde von Familie Lutter
wollten ihre Stimmen besteuern.
Innerhalb von 2 Tagen entstand so ein Lied
aus 7 Strophen.
Ein Lied was es ohne das Organisationstalent
von Jürgen Stracks und Monika Becke nie gegeben hätte.
Aber auch ein Lied was bei Alexander und
seine Familie große Emotionen freisetzte.
An dieser Stelle wieder ein Auszug aus dem
Tagebuch von Weihnachten 2006, Tage die Alex zu Hause verbringen durfte:
(Worte der Patentante)
Die Bescherung
war sehr emotional. Die Überraschung von der ich vor Weihnachten
geschrieben habe, ist eine CD, die Uwe Heil in Kooperation mit Jürgen
Stracks und einigen Jungs vom Fußball aufgenommen hat. Wir, das heißt
unser Vater, Christina, Familie Tolls und ich, konnten auch mitsingen.
Sie ist sehr gut geworden, da die Stimmen original und nicht verfälscht
sind. Ich habe eine Beschreibung über die Herstellung der CD geschrieben
und sie Renate vorher zu lesen gegeben. Sie sollte wissen was in etwa
auf die zukommt, denn da kommen Emotionen in geballter Form hoch. Wir
haben sie einen Tag vorher in der Familie angehört.
Das
erste Mal, dass wir sie in der fertigen Fassung hörten, es war sehr
sentimental und wir haben viel viel geweint. Und dennoch war sie sehr
schön, alle haben zum Schluss noch Grüße gesprochen und wir danken allen
Beteiligten, besonders dem Hauptinitiator Uwe Heil und Jürgen Stracks.
Mit diesen Worten
war aber auch klar, diese Fassung des Liedes muss innerhalb der Familie
bleiben. Sie darf und kann nicht veröffentlicht werden.
Klar war aber
auch, dass über einen eventuellen CD Verkauf Geld in die Kasse von Alex
kommen kann. Geld was Familie Lutter in der Zukunft sicher brauchen
wird.
Was bleib also
anderes übrig als eine zweite nicht ganz so emotionale Fassung des
Liedes zu produzieren. Und auch eine mit nur zwei Strophen, was jeder
auch hören kann ohne gleich zu weinen.
Am Freitag
29.12.06 wurde also wieder die Fußballmannschaft ins Studio gerufen.
Heraus gekommen
ist ein Lied von viereinhalb Minuten welches des Titel trägt:
„Alex Hör“
Die Live Premiere
fand am Sonntag 07.01.07 auf dem Marktplatz in Rheindahlen statt.
Erlauben sie mir an diese Stelle den Express zu zitieren:
Wer dort mit Uwe
Heil auf dem (Markt) - Platz stand versteht sich von selbst.
Die Jungs aus der
B-Jugend von Victoria Mennrath.
Jetzt aber soll
die Aktion auch weiter gehen.
Weitere Live
Auftritte sind im Rahmen der diesjährigen Karnevalssession bereits in
Planung.
Der Name Alex
Lutter soll in aller Munde sein und mit dem Kauf der CD, die auf vielen
Veranstaltungen auch angeboten wird kann jeder
sein persönliches
gutes Werk tun.
Zum Schluss
meiner Ausführungen wieder Worte aus dem Tagebuch vom Sonntag 07.01.07:
Heute war nun
die große Veranstaltung auf dem Rheindahlener Marktplatz und Uwe Heil
stellte die CD „Alex hör, komm zurück zu uns“ vor. Mit von der Partie
war Jürgen Stracks mit seinen „Jungs“, die auf der Bühne im Chor den
Refrain zu einer etwas anderen Version der CD (die Uwe mit uns für Alex
produziert hat und die sehr emotional ist) sangen. Mit sehr bewegenden
Worten erklärte Uwe den Zuschauern etwas zu der Aktion und bot die CD
zum Verkauf an. Er teilte mit, dass der Erlös zu 100% Alex zu Gute kommt
– und obwohl es eine Karnevalsveranstaltung war, ist es ihm gelungen die
Aktion des Menrather Fußballvereins „Einer von uns – ist Alexander“ gut
zu integrieren.
Ein Journalist
des WDR war ebenfalls vor Ort. Jan Lütkemeyer interviewte Frithjof,
stellte interessierte Fragen, man merkte, dass er sich mit der Sache
auseinandergesetzt hatte und er zeigte einfühlsames Interesse. Dieser
Bericht wurde in der AKTUELLEN STUNDE im WDR heute abend um 19:10 Uhr
übertragen. Er hat es geschafft, das ganze kurz, knapp und präzise in 2
½ Minuten zusammen zu schneiden. Eine sehr gelungene Berichterstattung.
Auch hier hat Frithjof noch mal deutlich gemacht, dass er für ihn und
Renate wichtig ist, dass andere Eltern mit einem ähnlichen Schicksal
hierdurch evtl. Hilfe und Unterstützung finden. Er sagte auf die Frage
von Herrn Lütkemeyer ob dies zu Karneval passt:
„Letztendlich
sollte das Ziel sein, die Krankheit unseres Sohnes bekannt zu machen und
auch vielen Menschen zu zeigen, wie das Schicksal manchmal zuschlagen
kann und ich denke mir auch dazu passt der Karneval.“
Als langjähriger
Karnevalist und mehrfacher Interpret des Mottoliedes der Stadt
Mönchengladbach möchte ich folgendes hinzufügen:
Karneval ist
Freude. Freude ist aber auch eine Form von Emotion.
In einer Welt, in
der sich jeder nur selbst der nächste ist, wo aber immer wieder von
wohltätigen Zwecken gesprochen wird sollte auch Platz sein
für persönliche
Schicksale.
Alex Lutter ist
Einer von Uns.
Sein Schicksal,
und das seiner Familie liegen uns nahe !
Mönchengladbach lott jonn, nicht nur wirrke und fiere, auch helfen !

|