Mönchengladbach feiert unter dem Motto „Klamotte maake
Lüüt“
Veilchendienstagszug am 16. Februar ist über 5,5
Kilometer lang
pmg.
Wie in den vergangenen Jahren ist der Veilchendienstagszug wieder der
Höhepunkt im Mönchengladbacher Karneval. Wenn die Straßen in den
Nachbargemeinden nach dem Karnevalstrubel schon wieder gereinigt sind
und der Alltag eingekehrt ist, geht es am Dienstag, 16. Februar in
Mönchengladbach erst richtig los. Pünktlich um 13.11 Uhr startet der
Veilchendienstagszug. Auch in diesem Jahr werden die Jecken aus nah und
fern in der Vitusstadt am Tag vor Aschermittwoch noch einmal in
närrische Stimmung versetzt. 37 Mönchengladbacher
Karnevalsgesellschaften und 31 Gastgruppen werden einen bunten Zug von
annähernd 5 Kilometer Länge bilden. 71 Fest- und 38 Bagagewagen werden
ebenso dabei sein wie 56 Fußgruppen sowie 30 Tanz- und Funkengarden. Die
besten und originellsten Fußgruppen werden wieder von der Stadtsparkasse
prämiert. Und für „jecke Tön’“ sorgen 32 Musikkapellen.
In diesem Jahr wird es drei überdachte Tribünen mit
insgesamt 360 Sitzplätzen des Mönchengladbacher Karnevalsvereins (MKV)
an der Ecke Hindenburg-/Friedrichstraße geben. Die Zuschauer haben von
hier eine besonders gute Sicht auf das närrische Treiben. Für 16 Euro
können beim MKV unter Tel. 02166 / 953770 noch Karten erworben werden.
Die Moderation des Zuges wird vom Aretzplätzchen und darüber hinaus im
Zugablauf vom Alten Markt und der Tribüne kommentiert. MKV-Chef Bernd
Gothe hofft auf gutes Wetter und geht davon aus, dass auch der
diesjährige Veilchendienstagszug unter dem Motto „Klamotte maake Lüüt“
wieder viele Zuschauer anzieht.
„Unser Zug ist in den vergangenen Jahren noch nie
wegen Schnee ausgefallen“, erklärt Bernd Gothe zuversichtlich.
„Schlimmer sind starke Sturmböen“, so Gothe weiter. Rund 400.000 Euro
kostet der Veilchendienstagszug. „Alle Zuschauer können mit einem
Zuggroschen nach dem Motto “Kleine Münze, große Wirkung“ zu diesem
enormen Betrag etwas beisteuern“, sagt Gothe. So wird eine Fußgruppe von
40 MKV-Helfern rund um den Zug mit einer Clownbüchse „Spendengroschen“
sammeln.
So zieht der Zug in diesem Jahr:
Los geht es auf der Lüpertzender Straße. Dann ziehen
die Jecken über Bleich-, Flieth-, Speicker-, Hitta-, Aachener- und
Sandradstraße zum Alten Markt. Von hier geht’s weiter über Hindenburg-,
Bismarck- und Regentenstraße zum Aretzplätzchen. Der Endspurt führt über
Martinstraße, Am Bour, Hindenburg- und Goebenstraße bis zur Auflösung
des Zuges am Bismarckplatz.
Straßensperrungen und Umleitungen:
Der gesamte Innenstadtbereich wird von 11.40 Uhr bis
ca. 19.00 Uhr für sämtlichen Fahrzeugverkehr gesperrt. Dies bedeutet
nicht nur den Zugweg, sondern auch alle Zufahrtsstraßen zum Zugweg.
Damit der Veilchendienstagszug ungehindert sowohl zum Aufstellplatz als
auch auf dem Zugweg ziehen kann, werden auf den betreffenden Straßen
umfangreiche absolute Parkverbote eingerichtet. Die Stadtverwaltung
bittet um Beachtung der Haltverbote. In den vergangenen Jahren ist es
häufiger vorgekommen, dass auswärtige Besucher der Stadt ihr Fahrzeug im
Veranstaltungsraum haben stehen lassen und bei ihrer Rückkehr
feststellen mussten, dass ihr Fahrzeug abgeschleppt war. Folgende
Umleitungen werden eingerichtet: von Waldnieler Str. über Burggrafenstr.,
Markgrafenstr., Landgrafenstr., Brunnenstr., Rheydterstr., Hofstr.,
Erzbergerstr. zur Korschenbroicherstr. Von Waldnieler Str. bzw.
Kaldenkirchner Str. über Sternstr., Hermann Piecq-Anlage,
Hohenzollernstr, Eickener Höhe, Eickenerstr., Baden Str., Bozener Str.,
links Hindenburgstr., bis Neusser Str. Von Korschenbroicher Str. über
Erzbergerstr., Hofstr., Rheydter Str., Brunnenstr., Landgrafenstr.,
Markgrafenstr., Burggrafenstraße.
03.02.2010
Karneval im Stadtarchiv
pmg. Besucher des Stadtarchivs an der Aachener
Straße 2 werden zurzeit mit einer kleinen Ausstellung zur Geschichte des
Karnevals in der Vitusstadt überrascht.
Zu sehen sind nicht nur Fotografien von
Veilchendienstagszügen durch die noch in Trümmern liegende Innenstadt,
sondern auch kuriose Dokumente. So mussten Jecke, die sich kostümiert in
den Karnevalstrubel stürzen wollten, bist 1914 beim Polizeipräsidium
hierfür eine Erlaubniskarte erwerben und ihre Personalien angeben. Die
Karten waren mit einer Nummer versehen, die dem Namen des Käufers
zugeordnet werden konnte. So wollte die Obrigkeit damals allzu
ausgelassenes Treiben im Schutze der Kostümierung verhindern.
Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum
Aschermittwoch.
01.02.2010
Auch in diesem Jahr wieder:
die PrinzenQuadrille im Reitstall Klinken
Am
vergangenen Dienstag fand abermals die traditionelle PrinzenQuadrille
der beiden Prinzengarden zu Ehren unseres Prinzenpaares statt. Als Quadrille (oder auch Formationsreiten) bezeichnet man das
koordinierte Reiten von verschiedenen Hufschlagfiguren mit einer Gruppe
von Reitern. Bereits 350 v.Chr. wird von solchen Ritten berichtet,
systematisiert und perfektioniert wurde das Formationsreiten jedoch in
den Kavallerieschulen.
Das Vorprogramm bestritt in diesem Jahr Corinna Neumann der Großen
Rheydter Prinzengarde bevor die Gardisten beider Garden dann die
eigentliche Quadrille ritten.
Neben vielen Aktiven der Garden aus Rheydt und Mönchengladbach sowie dem
Prinzenpaar, gesellten sich auch dieses Jahr wieder etliche Gäste von
außerhalb dazu, u.a. Abordnungen der Prinzengarde Blau-Weiß Düsseldorf,
der Altstädter Köln, der Ehrengarde Köln sowie das Prinzenpaar aus
Erkelenz. Moderiert wurde der Abend bekanntermaßen versiert von Lothar
Erbers, selbst ein großer Anhänger des Reitsportes.
In
dieser Woche ist unser Rittmeister a.D. Wolfgang Platzbecker nach
schwerer Krankheit im Alter von nur 60 Jahren verstorben. Ihm zu Ehren
ritten die Gardisten beider Prinzengarden am vergangenen Dienstag die
PrinzenQuadrille mit Trauerflor.
Auch nach seiner aktiven Vorstands-tätigkeit hat er
vielfältige Aufgaben in der Prinzengarde übernommen. So war er unter
anderem für den Kanonenschuss anlässlich der Kürung neuer Pulvermeister
verantwortlich und übernahmen während der Veilchendienstagszüge das
Reiten mit der Standarte.
Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Familie,
insbesondere seiner Frau Ingrid, der wir an dieser Stelle unser aller
herzlichstes Beileid aussprechen möchten.
28.01.2010
General-Appell
Ein
besonderes Ausrufezeichen im Gladbacher Karneval setzte auch in dieser
Session wieder der Generalappell der Prinzengarde der Stadt
Mönchengladbach am 16.01.2010. Über 400 Besucher füllten die restlos
ausverkaufte Kaiser-Friedrich-Halle. Mit der Mannschaftsstärke von exakt
111 Gardisten und Regimentstöchtern sowie der Regimentsmusik war das
Aktive Corps der Prinzengarde fast vollzählig angetreten.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Garde
Horst Trumm übernahm die Juniorengarde unter ihrer Leiterin Annette Böhm
mit ihren Tänzen die Rolle des „Eisbrechers“ im Saal. Damit war der
Boden bereitet für den eigentlichen Generalappell. In einem feierlichen
Akt wechselte die Amtskette des Generalappellmeisters vom bisherigen
Inhaber Francisco (Franz) de Teba zu Ralph Köllges, der sich mit einem
kleinen Lied auf humorvolle Art für die ihm erwiesene Ehre bedankte. Bei
der anschließenden Inspektion der angetretenen Garde durch den
Generalappellmeister wurden kleinere und größere Verstöße gegen die
Uniformordnung festgestellt. So stellte das beispielsweise das Anlegen
von Engelsflügeln, wie es beim Zahlmeister der Garde Willi Gingter zu
sehen war, eine unzulässige Erweiterung der Uniform dar und wurde
umgehend in Form „flüssiger Strafen“ sanktioniert. Um den hervorragenden
Kenntnisstand der Garde in puncto Reanimation vorzuführen, ließ der neue
Generalappellmeister Ralph Köllges, der im „normalen“ Leben Kinder- und
Jugendarzt ist, im Anschluss einen Gardisten und eine Regimentstochter
sehr zum Vergnügen der Zuschauer ihr Können bei der Wiederbelebung einer
Puppe vorführen.
Aufgrund des positiven Resonanz des Publikums im
letzten Jahr hatte man sich seitens des Vorstands entschieden, als
weiteren Programmpunkt noch einmal eine Mönchengladbacher
Karnevalsversion des Sketches „Dinner for one“ zu präsentieren. Wieder
waren es Denise Wiessner, Helmut Kempen und Dieter Pilatus, die bei
„Aschermittwoch for one“ auf gekonnte Weise die örtliche Karnevalsszene
karikierten.
Selbstverständlich gehört zu solch einer
Veranstaltung auch das Prinzenpaar der Stadt Mönchengladbach, und so
schauten Prinz Holger I. und Prinzessin Niersia Kirsten samt Hofstaat
und Eskorte durch die Große Rheydter Prinzengarde Station in der
Kaiser-Friedrich-Halle vorbei. Aus den Händen des 1. Vorsitzenden der
Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach erhielten sie einen Scheck für
die Kinderintensivstation K5 des Elisabeth-Krankenhauses in Rheydt, für
die sich das Prinzenpaar auch aus persönlichen Gründen besonders
einsetzt.
Den Reigen musikalischer Darbietungen eröffnete die
Tanzgarde, die mit dem Paartanz von Denise und Karsten Wiessner, dem
Gardetanz aller Regimentstöchter und Gardisten und den Solotänzen von
Samira Amend und Denise Wiessner wieder einmal ihre besondere Klasse
unter Beweis stellte. Es folgte die Damengesangsgruppe „Op Jöck“, die
mit einem Potpourri von Karnevalshits ordentlich Dampf machte.
Dass die Stimmung danach nicht wieder abebbte, dafür
sorgte die befreundete Garde der „Fidelen Bröhler Falkenjäger“, die mit
einem Großaufgebot aus Brühl zum Generalappell angereist waren. Sehr zur
Freude der anwesenden Gäste mussten der Kommandant der Prinzengarde
Ansgar Rixkens und der Vorsitzende Horst Trumm sich auf der Bühne im
Gardetanz der Falkenjäger versuchen. Vor allem die launischen Kommentare
des Kommandanten der Falkenjäger sorgten immer wieder in diesem
Zusammenhang für Heiterkeit.
Leider hatte der Generalappell aber auch einen
Wermutstropfen zu bieten. Denn aufgrund des plötzlich einsetzenden
Eisregens mussten die „Rabaue“ ihr Kommen kurzfristig absagen. Also lag
es wieder an den Pulvermeistern, zu später Stunde noch einmal die
Kaiser-Friedrich-Halle zu rocken.
Nach der „Eiszeit“, die wieder vom Pulvermeister der
Prinzengarde Manfred Schmitz spendiert wurde, eröffneten Friedhelm
Kirchhartz als „Geißenpeter“ und Lothar Erbers als Almöhi eine Zeitreise
der besonderen Art. In deren Verlauf waren es die Familie Feuerstein,
Wickie und die starken Männer, Charlie Chaplin, Les Humphries und viele
andere, die, verkörpert von den Pulvermeistern, die Zuschauer im Saal
von Ihren Stühlen rissen. Mit Heinz Schnock wurde darüber hinaus nach
zweijähriger „Abstinenz“ stilecht mit Kanonenschuss wieder ein neues
Mitglied in die Reihen der Pulvermeister aufgenommen.
Mit dem schon traditionellen Karnevalsmedley
verabschiedeten sich die Pulvermeister um Mitternacht und setzten
zugleich den Schlusspunkt hinter einen kurzweiligen Generalappell 2010.
An dieser Stelle wünschen wir allen Mitgliedern, Freunden,
Gönnern und Sponsoren die heute, am , Geburtstag haben,
alles Gute und viel Erfolg für das neuen Lebensjahr.
Die schönsten Bilder der letzten Zeit. Mehr
davon gibt es bei den
GardeBildern!
Veranstaltungen
Wer
Berichte und Fotos hat, die für unsere Web-site interessant
sind, kann diese gerne an den
Webmaster schicken und helfen, dass unser Internetauftritt
immer aktuell bleibt!
Die Session
Das Motto der Session
Session 2009/2010
Klamotte maake Lüüt
Das offizielle Motiv des MKV für das Sessionsmotto und
Plakat für den Veilchendienstagszug, gemalt von Nik Ebert.
Unser Jahresorden
Session 2009/2010
Mehr zu den historischen Jahresorden der Garde
Prinzenpaar der Stadt
Session 2009/2010
Holger I.
und
Niersia Kirsten (Vits)
Fotos: Atelier Gerry Böer
"Klamotte maake Lüüt", so lautet das Motto der
kommenden Session und für uns bedeutet dies, dass am 08.01.2010 ein
Ornat aus uns Prinz Holger I. und Prinzessin Niersia Kirsten macht.
Eben: Kleider machen Leute!
Vorab wollen wir einen Einblick in
unser "bürgerliches" Leben geben.
Am Samstag bei unserem General-Appell hat unser Freund und Fotograf
Frank Mertens Portraitfotos der Gäste vor dem Eingang zum großen Saal
geschossen. Dabei sind ca. 500 Aufnahmen entstanden. Diese können bei
ihm jederzeit nachbestellt werden: